Bettina Pousttchi, ‘Vertical Highways’, 2023, Guardrails, steel
Bettina Pousttchi
Vertical Highways, 2023
Guardrails, steel
590 (h) x 150 x 240 cm
232¼ (h) x 59 x 94½ in
Permanent installation
Bettina Pousttchi’s sculpture Vertical Highways at Berlin Hauptbahnhof transforms bent highway guardrails into a striking, signal‑red sculpture nearly six meters high. By twisting and reorienting these familiar elements of road infrastructure into upright, almost anthropomorphic forms, Pousttchi removes their practical function and turns them into sculptural markers.

The work engages with themes of mobility, borders, and control, relocating objects normally associated with speed and regulation into a place of pause and encounter. In the context of the train station—one of Berlin’s key hubs of transit—the sculpture reflects on how we move through cities and how public space is shaped, regulated, and experienced.

Vertical Highways interrupts the flow of everyday travel to make viewers reconsider the systems and materials that organize urban life, highlighting the tensions between movement and standstill, individual perception and collective infrastructure.

Bettina Pousttchi's sculptures often use objects from the urban space, such as barrier grids, street posts, bicycle stands or crash barriers, which she mechanically deforms. Public space and its structures are the focus of her interest, because these objects demarcate public space and regulate movement in it, but often go unnoticed.

Bettina Pousttchi am Berliner Hauptbahnhof

Am 26. April 2023 weiht Bettina Pousttchi am Berliner Hauptbahnhof eine neue, sechs Meter hohe und eigens für diesen Ort gestaltete Skulptur mit dem Namen „Vertical Highways“ ein. Damit feiert die Kulturreihe „Station to Station“ der Deutschen Bahn den Auftakt zu einer Reihe von künstlerischen Interventionen an Bahnhöfen bundesweit. Weithin sichtbar wird die Skulptur oberhalb der Treppen am Washingtonplatz für die nächsten zehn Jahre einen der meistbesuchten Orte Berlins künstlerisch bereichern.
 

Die Berliner Künstlerin Bettina Pousttchi nutzt für ihre monumentale Skulptur aus der Skulpturenserie „Vertical Highways“ Leitplanken als Ausgangsmaterial.  Sie verformt diese und fügt sie zu neuen Kompositionen zusammen, bevor sie sie farbig neu gestaltet.

 

Pousttchi löst die Leitplanken aus ihrer ursprünglichen Funktion auf Straßen und lässt sie in die Höhe wachsen. Die vertikale Skulptur erinnert an eine schreitende Figur mit einer starken Dynamik, die durch Größe und Farbe selbstbewusst in einen Dialog mit der Umgebung und den Betrachtenden tritt.
 

Die einzelnen Leitplanken bleiben auch in ihrer veränderten Form erkennbar und lassen die Kräfte erahnen, die auf sie eingewirkt haben. Die anthropomorphen Züge und die monochrome Farbigkeit fügen die Einzelteile zu einer kohärenten neuen Form zusammen. Die vertikale Ausrichtung der normalerweise horizontal verlaufenden Leitplanken verändert die übliche räumliche Ordnung und verleiht den Skulpturen einen architektonischen Bezug.
 

In den Skulpturen von Bettina Pousttchi kommen oft Objekte des Stadtraums zum Einsatz, wie Absperrgitter, Straßenpfosten, Fahrradständer oder Leitplanken, die sie mechanisch verformt. Dabei steht der öffentliche Raum und seine Strukturen im Zentrum ihres Interesses, denn diese Objekte grenzen öffentlichen Raum ab und regulieren die Bewegung in ihm, bleiben jedoch oft unbemerkt.

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