Wilhelm Mundt
20. März—25. April 2009

Wilhelm Mundt

20. März—25. April 2009
Buchmann Galerie
Pressemitteilung

Die Buchmann Galerie freut sich, die zweite Einzelausstellung von Wilhelm Mundt (geb. 1959) in Berlin zu präsentieren.

 

Im Zentrum der Ausstellung steht der mit 1000 kg Gesamtgewicht überwältigende Trashstone 412, der nach der Präsentation in der Kunsthalle Düsseldorf erstmals in einer Galerie ausgestellt wird.

 

Es ist die grösste Skulptur, die innerhalb der Werkgruppe Trashstones bislang entstanden ist. Die Werkserie der Trashstones hat Wilhelm Mundt 1989 mit dem Stein 001 begonnen und zeigt den Künstler als Persönlichkeit, welche die bildhauerischen Traditionen oder Konventionen der Moderne (beziehungsweise ihre Formbrüche) reflektiert und zugleich in der intellektuellen und handwerklichen Durchdringung erneuert.

 

Wilhelm Mundt reflektiert festgelegte Produktionsanordnungen bzw. -abläufe sowie industrielle Herstellungsprozesse und stellt funktionsabhängige Formfindungen in den künstlerischen Kontext. Entsprechend folgt die Herstellung einer Skulptur einem vom Künstler zuvor festgelegten Prinzip, in dem sich zudem eine Skulptur metaphorisch auch in die nächste überführt, was durch die Verwendung der chronologisch zugeordneten Nummern verdeutlicht wird. Numerisch ist somit immer eine vorhergehende und eine nachfolgende Skulptur festgelegt.

 

Die parallel zu dem plastischen Werk entstehenden Filme und Fotos setzen den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung und verdichten die vielfältigen Bezüge in Wilhelm Mundt’s Arbeit, etwa mit dem Foto des Asteroiden Mathilde.Besonders eindringlich ist das erstmals gezeigte Video 3-Felder Wirtschaft, mit dem vom Künstler während einer Autofahrt über weite Landschaften ekstatisch rezitierten Text Karoffeln, Rüben, Mais, Weizen, Roggen. Wilhelm Mundt versteht die künsterlische Gestaltung oftmals als Werkperformance, die in einigen Arbeiten auch in Szene gesetzt wird, etwa in der Performance, wo er sich in letzter Konsequenz eines als Perpetuum Mobile konzipierten Werkes selber in einen Trashstone verpackt.

 

2007 wurde das Werk von Wilhelm Mundt von der Royal Academy London mit dem Jack Goldhill Award for Sculpture ausgezeichnet. Für weitere Informationen über den Künstler und für Bildmaterial zu den Arbeiten in der Ausstellung können Sie sich gerne jederzeit mit der Galerie in Verbindung setzen.

Wilhelm Mundt

Born 1959 in Grevenbroich. Lives and works in Rommerskirchen, Cologne and Dresden.

 

2009 -Professorship at University of Fine Arts, Dresden

 

1989 - 91Teaching assignment at Kunstakademie Düsseldorf

Ausbildung
1979 - 86 Kunstakademie Düsseldorf
Stipendien und Auszeichnungen
2007 Jack Goldhill Award for Sculpture, Royal Academy of Arts, London
1986 Scholarship Kunstfonds e.V., Bonn

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Sammlungen (Auswahl)

Universität St Gallen 

Kunstmuseum Bonn

Lehmbruck Museum, Duisburg

Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Kunstmuseum St. Gallen

Margulies Collection, Miami

Société Générale Collection, Paris

Universität Bayreuth

MunichRe, München

Vestas, Aarhus