The Estate of Martin Disler, ‘Martin Disler – Steinzeug und gebrannte Erde’
Martin Disler Steinzeug und gebrannte Erde
16. September—5. November 2016

Martin Disler Steinzeug und gebrannte Erde

16. September—5. November 2016
Buchmann Box
Pressemitteilung

Die Buchmann Galerie freut sich, eine Einzel-

ausstellung mit keramischen Arbeiten von Martin Disler (1949, Seewen – 1996, Genf) anzukündigen. 

 

Martin Disler war bis zu seinem frühen Tod mit 47 Jahren ein unbändiger Schöpfer überpersönlicher Bildwelten. Neben einer umfangreichen Produktion von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen entstehen in intensiver Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Material Skulpturen von zwingendem Ausdruck.

 

Die in der Buchmann Box gezeigten Arbeiten stammen aus der Werkgruppe Steinzeuge und seltene Erden, welche hauptsächlich vollplastische Köpfe umfasst. Die Skulpturen aus Terracotta sind oft Hohlgefässe, teils auf der Töpferscheibe gedreht, teils frei aufgebaut. 

 

Der die Skulpturen prägende Kopf wird Träger mannigfaltigen Ausdrucks, verschmilzt mit weiteren Körperteilen und der vasenhaften Form. Mehrere Häupter verschmelzen in einer Skulptur, als wären sie schicksalhaft aneinander gebunden, menschliche Physiognomie mischt sich mit tierischer. 

Friedrich Meschede schreibt hierzu: „Die in warmem, erdigem Ton gehaltenen Formen bestehen aus einer Grunddisposition des Physiognomischen, (....) das Vorbild ist immer eine Figur, nur ihr Ausdruck selten menschlich.“

 

Die meisten der Skulpturen besitzen ein oder mehrere Janusköpfige Doppelgesichter und nehmen damit eine plastische Form auf, die seit der Antike fasziniert. 

 

So werden auch in den Skulpturen die zentralen Themen Martin Dislers sichtbar, sie handeln von Sexualität, Gewalt und der Unausweichlichkeit des Todes. Diese „conditio humaine“ durchzieht das gesamte Werk. In der Gruppe der keramischen Arbeiten findet sich zusätzlich eine Leichtigkeit und eine spielerische Schaffensfreude dessen Ursprung auch in der spezifischen Materialität zu finden ist. Ton besitzt eine Möglichkeit des direkten Ausdrucks, die Dislers agilem Naturell als Künstler entsprach. Die hohl aufgebauten Skulpturen sind von einer inneren Expansion beseelt, als könnten sie in weiterer Ausdehnung ihre Grenze zur Welt verlieren. Solide, und doch mit der Eleganz und dem Charme des Skizzenhaften, sind die Skulpturen aus Terracotta Zeugnisse eines Gestaltungswillens, eines Willens zum Leben. Eines Lebens, das sich immerzu neu erschafft und neue Formen annimmt. 

 

Die Buchman Galerie vertritt seit 2013 den Nachlass von Martin Disler.

The Estate of Martin Disler, ‘Martin Disler – Steinzeug und gebrannte Erde’

Nachlass Martin Disler

Geboren 1949 in Seewen/CH, gestorben 1996 in Genf.

Einzelausstellungen

2022
2019
2018
2017
2016
2014
2013
2007
2006
2005
2004
2001
1999
1998
1997
1994
1993
1992
1990
1989
1986
1985
1984
1983
1982
1981
1980
1978
1976
1975
1974
1973
1972
1971
1970

Gruppenausstellungen

2022
2021
2020
2019
2018
2016
2015
2006
2005
2004
2003
2001
1998
1997
1995
1993
1992
1991
1990
1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983
1982
1981
1980
1979
1978
1976
1975
1974
1973
1972
1971
Sammlungen (Auswahl)

Kunstmuseum Aarau

Sammlung Barbier Müller Genf

Emanuel Hoffmann Stiftung, Basel

Kunstmuseum Basel

Kunstmuseum Bern

Kunsthalle Bielefeld

Kunsthalle Bremen, Bremen

Gottfried Keller Stiftung Zürich

Kunstmuseum Chur

Graphische Sammlung ETH, Zürich

Museum Folkwang, Essen

Groninger Museum, Groningen

Musée des Arts et Histoire, Genève

Kasseler Kunstverein, Kassel

Museum Kunst Palast, Düsseldorf

Musée des Beaux Arts, La Chaux-de-Fonds

Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

Lenbachhaus, München

Stiftung Sammlung Marx, Hamburger Bahnhof Berlin

MoMA, New York

Musée des beaux-arts, Neuchâtel

Kunstmuseum St Gallen

Universität St.Gallen

Musée cantonal des Beaux Arts, Lausanne

Muséé des beaux-arts, Le Locle

Kunstmuseum Luzern

Sammlung Nationale Basel

Kunstmuseum Olten

Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen

Kunstmuseum Solothurn

Stedelijk Museum, Amsterdam

Tate Gallery, London

Sammlung Nationale Basel

Museum moderner Kunst, Wien

Graphische Sammlung Albertina, Wien

Kunstmuseum Zürich