Fiona Rae
Malerei

Fiona Rae, photo: Dan Perfect

In den letzten dreißig Jahren hat Fiona Rae ein bemerkenswertes Oeuvre geschaffen, das auf der konzeptuellen Auseinandersetzung mit den Fragestellungen und Möglichkeiten der abstrakten Malerei basiert. Rae erneuert ihre Vorgehensweise häufig durch selbst auferlegte strategische Herausforderungen, die bis dato zu über 15 verschiedenen Werkgruppen geführt haben. Die Gemälde werden direkt auf der Leinwand improvisiert, wobei malerische und semiotische Codes festgelegt werden, innerhalb derer jedes visuelle Element die gleiche Relevanz und den gleichen Stellenwert in einem offenen und fiktiven Raum besitzt. Bekannt für ihren ikonoklastischen Umgang mit Inhalten und formalen Voraussetzungen, verkörpern Fiona Raes Bilder ein abstraktes Universum voller Anspielungen auf moderne und zeitgenössische Malerei, Popkultur und digitale Technologien.

 
Fiona Rae wurde 1963 in Hongkong geboren. Nach ihrem Studium am Croydon College of Art und am Goldsmiths College in London nahm sie 1988 an der wegweisenden Ausstellung Freeze in den Londoner Docklands teil und wurde eine der ersten Vertreterinnen der Young British Artists (YBAs), die nicht nur die britische Kunstszene verändern sollten.
1991 stand Fiona Rae auf der Shortlist für den Turner Prize und 1993 für den österreichischen Prix Eliette von Karajan. Fiona Rae wurde 2002 an die Royal Academy of Arts berufen und war von 2005 bis 2009 Tate Artist Trustee. Die Künstlerin wurde die erste weibliche Professorin für Malerei an den Royal Academy Schools und lehrte dort von 2011 bis 2015. Sie erhielt 2015 den Honorary Fellowship der Goldsmiths, University of London.

 

Fiona Rae hat häufig in internationalen Museen und Galerien ausgestellt, darunter Carré d’Art – Musée d’art contemporain de Nîmes, Frankreich; Kunsthalle Basel, Schweiz; Kunstmuseum Stuttgart, Deutschland; Kunstmuseum Wolfsburg, Deutschland; Leeds Art Gallery, Großbritannien; Museum of Contemporary Art Shanghai (MoCA), China; Singapore Art Museum (SAM); Tate Britain, London, Großbritannien; Tate Liverpool, Großbritannien; Hayward Gallery, London, Großbritannien.

 

Raes Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter Centre Pompidou, Paris, Frankreich; Tate Collection, London, Großbritannien; Fonds national d’art contemporain (FNAC), Paris, Frankreich; Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam), Luxembourg; Fundacio La Caixa, Palma de Mallorca, Spanien; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C., USA; Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Deutschland; National Museum of Women in the Arts, Washington D.C., USA; Albertina, Wien, Österreich.

 
Fiona Rae lebt und arbeitet in London.